Podcast - Conseil Sport
Dein Einstieg ins Yoga: Welche Praxis passt zu dir?
Yogalehrer Michael hilft uns, den richtigen Yoga-Stil für den Einstieg zu wählen.

Ob belebend oder entspannend – finde deinen Stil! Entdecke die besten Yoga-Arten, die perfekt zu deiner Energie passen. Welcher Flow ist deiner? Probier es jetzt aus!
Wenn du denkst, dass es nur eine einzige Art von Yoga gibt und dass sie nichts für dich ist, dann möchten wir eins gleich vorab klarstellen: Yoga ist vielseitig und eignet sich für Praktizierende aller Erfahrungsstufen. Wetten, dass du deinen Stil findest?
Zu Beginn unterscheidet man zwei grosse Yoga-Familien: das sanfte Yoga und das dynamische Yoga.
Wie der Name schon sagt, setzt das sanfte Yoga auf langsame Bewegungen und beansprucht das Herz-Kreislauf-System weniger. Durch Übungen, die auf der Atmung basieren, ermöglicht sanftes Yoga, die Muskelgruppen in der Tiefe sowie die Beweglichkeit zu trainieren. Sein Vorteil ist, dass es für alle zugänglich ist: Junge Berufstätige auf der Suche nach Gelassenheit und Seniorinnen und Senioren auf der Suche nach Wohlbefinden praktizieren es zu Recht.
Dynamisches Yoga ist eine rhythmische Praxis mit fliessenden Abfolgen von Positionen, die den Körper und verschiedene Muskelgruppen intensiv beansprucht. Diese beiden Praktiken ergänzen eine andere sportliche Aktivität perfekt. Sie unterteilen sich jeweils noch in mehrere Yoga-Arten, unter denen sich ohne Zweifel auch deine befindet!
Yogalehrer Michael hilft uns, den richtigen Yoga-Stil für den Einstieg zu wählen.
Wähle einen Yoga-Stil, der zu dir passt:
Sanftheit in deinem Alltag
Wenn du deinem Körper etwas Gutes tun, dich entspannen und Muskelschmerzen lindern möchtest, können sanfte Yoga-Stile perfekt zu dir passen!
Diese Praktiken sind für die meisten zugänglich, unabhängig von Alter, technischem Niveau und körperlicher Verfassung. Junge Menschen, Seniorinnen und Senioren, Mamas … Wenn du durchatmen und dir etwas Zeit für dich nehmen möchtest, bringt dir sanftes Yoga deine tägliche oder wöchentliche Portion Wohlbefinden und Entspannung.
Auch wenn du gerade eine sportliche Pause einlegst, kannst du mit sanftem Yoga deinem Körper etwas Gutes tun und ihn behutsam in Bewegung halten.
Sanftes Yoga wirkt nicht nur auf den Körper, sondern auch auf den Geist: Lerne, dich auf dich selbst zu konzentrieren, und lass die Sorgen des Alltags draussen. Tanke neue Energie und lade deine Batterien wieder auf. Es gibt mehrere sanfte Yoga-Stile. Es liegt an dir, diejenige zu finden, die am besten zu dir passt!
Welcher sanfte Yoga-Stil passt zu dir?
Diesen Yoga-Stil kennst du wahrscheinlich bereits, da er im Westen am weitesten verbreitet ist.
Hatha Yoga basiert auf zwei Elementen: dem Ausführen von körperlichen Positionen (Asanas) und Atemübungen (Pranayama). Ziel ist es, die Vorbereitung auf die Meditation zu fördern, um anschliessend die sechs weiteren Zweige des Yoga zu erkunden.
Dabei handelt es sich nicht um einen Stil, sondern vielmehr um eine eigenständige Kategorie des Yoga. Sie kann mehrere andere Stile integrieren, wie Vinyasa, Ashtanga oder auch Iyengar.
Hatha Yoga ist ein hervorragender Einstieg ins Yoga für alle, die zum ersten Mal praktizieren. Diese Yoga-Praxis besteht aus 84 grundlegenden Positionen, es gibt jedoch unzählige Varianten. Da kommt garantiert keine Langeweile auf! Wenn du Gelassenheit suchst und den Alltagsstress abbauen möchtest, eignet sich dieser Yoga-Stil ideal, um nach einem Arbeitstag zu entspannen und den Schlaf zu fördern.
Ähnlich wie beim Hatha Yoga zielt Yin Yoga darauf ab, deinem Körper und deinem Geist auf sanfte Weise etwas Gutes zu tun.
Wie der Name schon sagt, gründet diese Praxis auf den alten taoistischen Prinzipien von Yin und Yang. Yin ist stabil und unveränderlich, während Yang ständig in Bewegung und Entwicklung ist.
Diese Praxis ist der Meditation sehr nahe. Ein Ziel des Yin Yoga ist es, vor allem das Bindegewebe zu dehnen, um dir zu helfen, während der Meditation länger und komfortabler sitzen zu können. Dieser Yoga-Stil, der stark mit dem Boden verbunden ist, lädt dazu ein, jede Position langsam und achtsam auszuführen.
Du wirst daher oft sitzend oder liegend auf deiner Matte sein und die Positionen über längere Zeit halten (in der Regel 3 bis 5 Minuten). Dieser Yoga-Stil ist besonders sanft und langsam. Sie lädt dich ein, loszulassen, zur Ruhe zu kommen und nervöse Spannungen sanft abzubauen. Ziel ist es, die Bewegungen auf ein Minimum zu reduzieren und die Positionen lange zu halten, wobei deine körperlichen Grenzen immer respektiert werden.
Diese Disziplin legt einen besonderen Fokus auf die präzise Arbeit in den einzelnen Positionen. Diese werden über lange Zeit gehalten, mit Musik und bei gedämpftem Licht.
Ziel ist es, den Fokus ganz auf dich selbst zu richten und die Aufmerksamkeit bewusst bei dir zu halten, fern von äusseren Ablenkungen. Restorative Yoga hilft dir, die Verbindung zu dir selbst wiederherzustellen und mitten im hektischen Alltag einen Moment tiefer Erholung zu finden.
Das Schlüsselwort dieser Praxis ist Entspannung. Pro Einheit werden daher nur 3 oder 4 Positionen ausgeführt. Diese können jeweils zwischen 5 und 25 Minuten gehalten werden. Die Positionen sind meist in einem Winkel von 45 Grad geneigt, liegend oder umgekehrt. Sie wirken beruhigend auf den Geist, senken Herzfrequenz und Blutdruck und unterstützen so eine tiefe Entspannung.
Wörtlich übersetzt ist Restorative Yoga das Yoga der Erholung und der Regeneration von Körper und Geist. Der Fokus liegt hier mehr auf dem Sein als auf dem Tun – eine Praxis, die dich einlädt, in dich hineinzuhören und negative Emotionen loszulassen. Sie ist ideal für Personen in der Reha oder für schwangere Frauen.
Die unterschiedlichen sanften Yoga-Stile unterstützen dich dabei, gelassener zu werden, Stress abzubauen und dein körperliches Wohlbefinden zu steigern. Du gewinnst insbesondere an Beweglichkeit und Gleichgewicht. Dank einer regelmässigen Praxis kannst du zudem Rückenschmerzen im Lendenbereich lindern und deinen Blutdruck senken. Kurz gesagt: eine Praxis mit zahlreichen Vorteilen.

Wir dachten, es wäre interessant, dir einen noch ungewöhnlicheren Yoga-Stil vorzustellen! Deshalb haben wir Justine getroffen, die seit einigen Jahren Yoga als Coach praktiziert und kürzlich das Stand Up Paddle (SUP) für sich entdeckt hat. So entstand die Idee, beides zu kombinieren, und sie berichtet uns davon.
Bewegung und Rhythmus stehen im Mittelpunkt dynamischer Yoga-Stile,
die körperlich anspruchsvoller sind und sich meist an gesunde Personen ohne medizinische Einschränkungen richten. Diese Praxis eignet sich besonders für alle, die bereits eine andere Sportart ausüben, wie zum Beispiel Laufen, Tauchen, Surfen oder Tanzen – Disziplinen, die viel Konzentration, Beweglichkeit, Ausdauer und Widerstandsfähigkeit erfordern.
Yoga ist eine sinnvolle Ergänzung zu anderen Sportarten, und immer mehr Spitzensportlerinnen und Spitzensportler integrieren Yoga in ihr Training, um ihre Leistung zu steigern. Wie bei den sanften Yoga-Stilen besteht das Ziel darin, die Positionen mit der Atmung zu verbinden. Alles in einem etwas schnelleren Rhythmus …
Welche dynamischen Yoga-Stile gibt es?
Ashtanga Yoga ist eine sehr dynamische und anspruchsvolle Praxis, bei der die Atmung mit einer Abfolge von Positionen synchronisiert wird.
Die Bewegungen folgen in einem schnellen Rhythmus aufeinander, und die Praxis setzt auf verschiedene Atemtechniken (Ujjayi und Vinyasa). Ziel dieses energiegeladenen Yoga-Stils ist es, den Körper zu reinigen und ihn dabei zu unterstützen, Giftstoffe auszuscheiden. Ashtanga bedeutet auf Sanskrit «Yoga der acht Zweige». Das Ziel der Praxis ist es, eine intensive innere Wärme zu erzeugen, die hilft, den Körper zu entgiften und zu reinigen.
Diese werden in der Regel von einer Lehrperson angeleitet und stärken die Rumpfstabilität und kräftigen die Muskeln. Die körperliche Praxis (Asana) macht jedoch nur einen Teil der Ashtanga-Praxis mit acht Zweigen aus. Diese umfasst auch moralische und ethische Prinzipien, Atemarbeit, die Kontrolle der Wahrnehmungen sowie Meditation. Es gilt als sinnvoll, mit der körperlichen Praxis zu starten, um sich später schrittweise den fortgeschritteneren Aspekten zu nähern ...
Wie der Name schon sagt, ist es sehr wahrscheinlich, dass dir beim Hot Yoga warm wird! Es gibt zahlreiche Varianten, zum Beispiel Bikram Yoga oder Vinyasa Flows. Diese Praktiken haben jedoch eine Gemeinsamkeit: Sie finden in einem beheizten Raum zwischen 30 und 40 °C statt, je nach Disziplin und Studio.
Ziel:schwitzen und Giftstoffe ausscheiden!
In der Regel liegt der Fokus bei diesem Yoga-Stil auf den körperlichen Positionen (Asanas) und der Atmung (Pranayama). Einige Hot-Yoga-Stile, wie Bikram, folgen in jeder Stunde derselben Abfolge von Positionen, ohne Variation. Viele Studios bieten hingegen andere Yogastile wie Vinyasa oder Modo an, damit Yogis ihr Training abwechslungsreich gestalten können.
In den 1970er-Jahren war Bikram Choudhury der erste Yogalehrer, der Yoga in einem beheizten Raum praktizierte. Seitdem sind zahlreiche Stile entstanden, die auf seinen Ideen basieren. Eines ist sicher: Dieser Yoga-Stil bringt dein Herz-Kreislauf-System in Schwung und sorgt dafür, dass du ordentlich ins Schwitzen kommst. Diese Praxis spricht vor allem Menschen an, die sich bewegen, beweglicher werden und schwitzen möchten, aber auch jene, die abnehmen möchten.
Vinyasa ist ein Sanskrit-Wort und bedeutet «Synchronisation der Bewegungen mit dem Atem». Eines der Ziele aller Yoga-Stile!
Kreativer und freier als Ashtanga Yoga bietet Vinyasa eine Abfolge von Positionen in einem dynamischen Rhythmus. Die Praxis richtet sich nach der Erfahrung der Praktizierenden und berücksichtigt ihr technisches Niveau.
Vinyasa Yoga ist eine der beliebtesten und modernsten Yoga-Stile. Es ist ein sportlicher Yoga-Stil: Die Praktizierenden verbinden verschiedene Serien von Positionen in fliessender Abfolge. Wenn du dich auspowern und gleichzeitig etwas für dich tun möchtest, ist Vinyasa eine hervorragende Alternative! Die Atmung ist mit den Bewegungen synchronisiert.
Viele Menschen schätzen diesen besonderen Yoga-Stil, da er eine grosse Vielfalt an Übungen und Positionen bietet: Die Sequenzen variieren meist von Kurs zu Kurs, und viele Zentren bieten Fortgeschrittenenkurse an, um die Praktizierenden in ihrer Entwicklung zu begleiten.
Dieser Yoga-Stil ist sehr körperlich: Im Mittelpunkt stehen die Positionen, die mit einer intensiven Arbeit an der Atmung ausgeführt werden. Um die Bewegungen möglichst präzise auszuführen, nutzen die Praktizierenden Gurte, Blöcke, Bänke oder auch Wände …
Der Iyengar-Stil hat seinen Ursprung im klassischen Hatha Yoga und legt einen starken Fokus auf Technik und die exakte Ausrichtung der Positionen. Falls du Angst hast, dich zu langweilen: Dieser Yoga-Stil umfasst mehr als 200 körperliche Positionen (Asanas) sowie zahlreiche Atemtechniken (Pranayamas)!
Die Ausrichtung ist in dieser Praxis so wichtig, dass man sich teilweise über mehrere Jahre hinweg an denselben Bewegungen übt. Du brauchst also etwas Geduld, um die grundlegenden Positionen korrekt auszuführen.
In der Regel werden die Positionen in detaillierten Sequenzen aneinandergereiht und mithilfe von Hilfsmitteln über längere Zeit gehalten. Die Lehrpersonen folgen einem strengen Zertifizierungsprogramm, um diesen Yoga-Stil mit derselben Präzision und Disziplin zu unterrichten, wie es B.K.S. Iyengar verlangte. Wenn du deine Ausrichtung und die Technik deiner Yoga-Positionen verbessern möchtest, ist Iyengar genau die richtige Praxis für dich.

Alle dynamischen Yoga-Stile sind grundsätzlich eine gute Wahl, allen voran Bikram Yoga, das in auf 40 Grad beheizten Räumen praktiziert wird. Bikram wollte damit die Effekte des in Indien bei ähnlichen Temperaturen praktizierten Yoga wiederfinden. "Dieser Yoga-Stil verbrennt Kalorien und bringt dich stark ins Schwitzen, was zu einem gewissen Gewichtsverlust führt. Man sollte allerdings keine Wunder erwarten", erklärt Yogalehrer Michel.
Vorsicht: Bikram Yoga ist nicht für alle geeignet. Die Hitze lässt die Herzfrequenz ansteigen. Grundsätzlich wird es Personen mit Krampfadern oder Durchblutungsproblemen nicht empfohlen – oder nur in sehr kleinen Dosen.
Du musst es ausprobieren. In der Ayurveda, der indischen Lehre von der «Ausdehnung des Lebens», werden bestimmte Tageszeiten als besonders geeignet für die Praxis angesehen. Entscheidend sind jedoch vor allem deine persönlichen Vorlieben. Experimentiere mit verschiedenen Tageszeiten: Praktiziere morgens einmal dynamisches und einmal sanftes Yoga und wiederhole es auch am Abend. Naheliegend ist es, den Tag mit einem dynamischen Yoga zu beginnen und ihn abends mit einer sanften Praxis ausklingen zu lassen, um den Schlaf zu fördern. Das trifft jedoch nicht auf alle zu. Zu beachten ist, dass keine wissenschaftliche Studie die Wirksamkeit dieser Praxis belegt – sie zählt daher zu den nicht konventionellen Behandlungsmethoden.
Du hast die verschiedenen Yoga-Stile kennengelernt, bist dir aber noch nicht ganz sicher. Vielleicht hast du Pilates im Hinterkopf und möchtest zwei unterschiedliche Sichtweisen vergleichen. Pilates oder Yoga? Bertille und Rosalie, zwei sportliche Frauen mit viel Erfahrung in Yoga und Pilates, sprechen über ihre jeweiligen Praktiken.
Und wenn du Yoga erstmal ausprobieren möchtest – was eignet sich da besser als eine kostenlose mobile App? Lade Decathlon Coach herunter und teste zahlreiche Yoga-Sessions bei dir zu Hause oder im Gym!
Yoga bietet dir alles von sanft bis dynamisch. Jeder Stil fördert dein Wohlbefinden durch gezielte Flows. Entdecke jetzt die Vielfalt und finde genau die Praxis, die zu dir passt. Leg direkt los!