Geografie und Entstehung: Ein Juwel des UNESCO-Welterbes
Bevor wir die Wanderschuhe schnüren, lohnt sich ein Blick auf die Entstehungsgeschichte dieses Naturwunders. Der Oeschinensee liegt auf 1578 m ü. M. oberhalb von Kandersteg.
Die geologische Geschichte
Der See ist kein gewöhnlicher Gletschersee. Er entstand durch einen prähistorischen Riesen-Felssturz, der den Abfluss des Tals blockierte. Diese natürliche Barriere staute das Wasser des Öschibachs und der Gletscher-Zuflüsse auf. Ein interessanter Fakt: Der See hat keinen oberirdischen Abfluss. Das Wasser sickert durch die gewaltigen Schuttmassen des Felssturzes und tritt erst tief im Tal wieder an die Oberfläche.
Laut geologischen Untersuchungen des Kantons Bern ist die Staumauer aus Fels dermassen massiv, dass der See eine Tiefe von bis zu 56 Metern erreicht. Die umliegenden Gipfel wie die Blüemlisalp (3661 m ü. M.), das Fründenhorn und das Doldenhorn bilden ein natürliches Amphitheater, das weltweit seinesgleichen sucht.
Das Klima in Kandersteg
Aufgrund der Kessellage herrscht am Oeschinensee ein spezielles Mikroklima. Die Kaltluft von den Gletschern sinkt nachts ab, was dazu führt, dass das Wasser selbst im Hochsommer erfrischend kühl bleibt. Dies beeinflusst auch die lokale Flora, die hier besonders robust und vielfältig ist. Wanderer sollten beachten, dass die Temperaturen am Seeufer oft 5 bis 8 Grad niedriger sein können als im Dorf Kandersteg.





