Stretching

Stretching: Der komplette Ratgeber

Stretching entspannt deinen Geist und löst Verspannungen. Es fördert deine Erholung und ist für jeden ideal – egal wie fit du bist. Probier es aus und fühl dich wohl!

Stretching ist deine sanfte Auszeit: Durch langsame Bewegungen und tiefes Atmen steigerst du deine Flexibilität und Mobilität. Dehne deine Muskeln, verbessere deine Beweglichkeit und lerne dabei, völlig loszulassen. Es hilft dir, zu entspannen und dich in deinem Körper richtig wohlzufühlen!

Was ist eine Stretching-Einheit?

Dehnen oder Stretching, gibt es einen Unterschied? Ausser der Bezeichnung keine. Hier geht es um Übungen, die den gesamten Körper dehnen und geschmeidiger machen. Stretching verbessert auch deine Mobilität – essenziell für Alltagsbewegungen und bessere sportliche Leistungen.

Dehnübungen

Warum dehnen?

Es gibt 2 verschiedene Arten von Dehnübungen, die leicht unterschiedliche Vorteile haben:

👉 Statische Dehnübungen: Das Prinzip besteht darin, die zu dehnende Zone unter Spannung zu bringen und die Position regungslos zu halten. Es gibt 2 Kategorien statischer Dehnübungen: aktive Dehnungen (mit willkürlicher Kontraktion des zu dehnenden Muskels) und passive Dehnungen (ohne Kontraktion des Muskels).

👉 Dynamisches Dehnen: Hierbei handelt es sich um ein Dehnen in Bewegung, meist mit zunehmend grösserem Bewegungsumfang, wodurch die Muskeln nach und nach weiter gedehnt werden.

Diese beiden Arten von Dehnungen bewirken nicht ganz dasselbe: Statische Dehnübungen sind vor allem dann zu bevorzugen, wenn du deinen Bewegungsumfang vergrössern, sprich beweglicher werden möchtest, während dynamische Dehnübungen eher zum Aufwärmen dienen.

«Ein Muskel ist über Sehnen (eine proximal, eine distal) mit den Knochen verbunden, das sind seine Ansatzpunkte. Wenn man diese Ansatzpunkte voneinander entfernt, wird der Muskel gedehnt», erklärt Matthieu Almoyner, Sportphysiotherapeut.

Konkret macht Dehnen die Muskeln elastischer und erhält so die Beweglichkeit deines Körpers. Ein beweglicher Körper ist ein gesünderer Körper und hilft Verletzungen vorzubeugen. Denke zum Beispiel auch daran, dich nach einer langen Autofahrt zu dehnen.

«Wenn wir uns nicht regelmässig dehnen, verlieren unsere Muskeln mit zunehmendem Alter an Beweglichkeit, was eine ganze Reihe von Beschwerden nach sich ziehen kann, die von Person zu Person variieren, wie zum Beispiel Lendenwirbelsäulenschmerzen, Arthrose oder Nackenschmerzen», erklärt Matthieu weiter.

Das ist auch der Grund, warum wir uns manchmal steif oder "eingerostet" fühlen, umso wichtiger ist es, auf unsere Beweglichkeit zu achten und sie zu erhalten.

Was bringt dir Stretching?

Um flexibel zu werden und zu bleiben, gibt es kein Geheimnis: Du musst dich dehnen. Und genau das ist das Ziel des Stretchings! Dehnübungen bieten vielfältige Vorteilen – lies weiter, um sie zu entdecken.

An deiner Beweglichkeit zu arbeiten, hilft dir, vielen Beschwerden vorzubeugen, und bringt noch weitere Vorteile. Weitere Vorteile:

  • Steigert die Muskelkraft und vergrössert gleichzeitig den Bewegungsumfang
  • Verbessert die Erholung nach dem Training
  • Mindert Verletzungsrisiken
  • Lindert Gelenk- und Muskelverspannungen
  • Mehr Geschmeidigkeit, weniger Steifheit
Konkret, was ist Beweglichkeit?

Die Beweglichkeit bezeichnet die Fähigkeit, mit möglichst grossem Bewegungsumfang in Gelenken und Muskulatur Bewegungen auszuführen, und zwar über die verschiedenen Muskelgruppen des Körpers hinweg.

Wie werde ich wieder beweglicher?

Wir sind nicht alle gleich, wenn es um Beweglichkeit geht: Einige schaffen den Spagat mühelos, andere können kaum ihre Füsse berühren. Die Faktoren der Beweglichkeit sind vielfältig: genetische Veranlagung (danke Papa und Mama), Geschlecht (Frauen sind klar im Vorteil), Alter … Fehlende Beweglichkeit ist jedoch kein unveränderliches Schicksal.

Wenn es um die Elastizität der Muskulatur geht, ist Stretching so etwas wie die Referenz schlechthin. Zusätzlich verbessert Stretching deine Beweglichkeit und stärkt Sehnen und Gelenke. Mit der Zeit wird dein Körper straffer und deine Muskeln werden länger und definierter.

Wie baust du eine Stretching-Einheit auf?

Dehnübungen müssen bestimmten Kriterien entsprechen, um wirksam zu sein. Es gibt 2 Arten von Stretching:

  • Das globale Stretching ist eine Dehnungstechnik, bei der ganze Muskelketten gedehnt werden und so der gesamte Körper mit einbezogen wird.
  • Aktives Stretching besteht darin, Dehnübungen über eine gewisse Dauer zu halten, um gezielten Druck auf bestimmte Körperpartien auszuüben.
⏱️Wie lange dauert eine Einheit? Damit eine aktive Stretching-Einheit wirksam ist, wird empfohlen, 15 bis 30 Minuten zu trainieren und jede Dehnposition 6 bis 45 Sekunden zu halten. Mache immer eine kurze Entspannungspause von 5 bis 45 Sekunden zwischen den Übungen, damit sich deine Muskeln entspannen können.

Unsere Tipps, um die Vorteile deiner Stretching-Einheit zu maximieren:
  • Dehne dich an einem relativ warmen Ort, damit du deine Muskeln nicht überlastest.
  • Wähle einen ruhigen Ort, an dem du ungestört bist. Eine Stretching-Einheit sollte vor allem ein Moment der Entspannung sein, also sorg dafür, dass du dich dabei rundum wohl fühlst!
  • Wärme dich vorher kurz auf, damit dein Körper optimal auf das bevorstehende Dehnen vorbereitet ist.
  • Zwing dich nicht, du solltest zwar eine Dehnung spüren, aber wenn dir eine Bewegung Schmerzen bereitet, ändere deine Position. Dieser Schmerz könnte ein Hinweis auf eine latente Verletzung sein, die du beobachten musst.
  • Atme ruhig ein und aus, während du dich dehnst. Eine gute Atmung versorgt deine Muskeln mit Sauerstoff und fördert die Entspannung.
  • Dehne keinen verletzten Muskel, dies würde die Verletzung verschlimmern.

➡️ Stretching-Einheit für den Oberkörper

Zielmuskeln: Rückenmuskeln

Ausführung der Übung: Geh in den Vierfüsslerstand: die Hände unter den Schultern (Schulterbreite) und die Knie unter den Hüften (Beckenbreite). Achte darauf, dass dein Rücken flach ist.

Atmung: Atme ein und mache einen runden Rücken. Atme aus und mache ein Hohlkreuz. Spüre die Mobilisierung in jedem einzelnen Wirbel.

Wiederholungen: 5-mal abwechselnd Rundrücken/Hohlrücken.

👉 Dehnübungen für Schultern, Rücken und Nacken: unsere Übungen

Dehnübung Bruststreckung

Bruststreckung (flach auf dem Bauch liegend)

Zielmuskeln: Dehnung der Bauchmuskeln und Lockerung des Rückens.

Durchführung der Übung: In Bauchlage, die Hände neben der Brust aufsetzen und den Oberkörper nach oben drücken. Senke die Schultern und blicke geradeaus. Spann deine Pobacken nicht an. Wenn du ein Ziehen im unteren Rücken spürst, heb die Oberschenkel etwas weiter an.

Atmung: Atme beim Anheben aus.

Wiederholungen: 5-mal je 30 Sek. in der Position bleiben.

Zielmuskeln: Dehnung und Entspannung des Rückens.

Durchführung der Übung: Setze deine Pobacken auf deine Fersen und strecke die Arme so weit wie möglich vor dir aus. Halte deine Hände flach auf dem Boden, die Finger nach vorne gerichtet.

Atmung: Atme ein und aus und versuche dabei, deine Arme weiter zu strecken, um deine Wirbelsäule maximal zu verlängern.

Wiederholungen: 3 x 30 Sek.

➡️ Stretching-Einheit für den Unterkörper

Zielmuskeln: Gluteus (kleiner, mittlerer und grosser Gluteus).

Durchführung der Übung: In liegender Position legst du deinen Knöchel aufs gegnerische Knie, greifst hinten die Oberschenkel- oder Schienbeinrückseite (je nach Deiner Beweglichkeit). Denk daran, den Oberkörper während der gesamten Dehnung zu entspannen.

Atmung: Atme ein und aus, während du dein Knie zur Brust führst.

Wiederholungen: 3 x 30 Sek. pro Seite.

Zielmuskeln: Adduktoren.

Durchführung der Übung: Setz dich im Schneidersitz auf deine Matte und drücke deine Knie sanft Richtung Boden. Du solltest ein Ziehen an der Innenseite der Oberschenkel spüren.

Atmung: Atme ein, dann atme aus und lass dabei deine Knie noch etwas weiter Richtung Boden sinken.

Wiederholungen: 3 x 30 Sek. in dieser Position.

Zielmuskeln: Die 4 Köpfe des Quadrizeps (Vastus medialis, Vastus lateralis, Vastus intermedius und Rectus femoris).

Ausführung der Übung: Im Stehen greif deinen Spann und zieh die Ferse zur Gesässnahe heran. Achte darauf, dass dein Becken neutral und leicht nach vorn gekippt bleibt, damit du die Dehnung an der Vorderseite deines Oberschenkels maximal spürst. Wenn du dich mit dem Gleichgewicht nicht wohlfühlst, kannst du diese Dehnübung auch in Bauchlage ausführen.
Atmung: Atme langsam und kontrolliert während der Übung.

Wiederholungen: 3 x 30 Sekunden pro Seite, wobei du versuchst, bei jedem der drei Durchgänge den Bewegungsumfang zu vergrössern.

Video: Tipp für eine morgendliche Dehnroutine

Entdecke unser Video und stelle dir eine wirksame morgendliche Dehnroutine zusammen. ⬇️

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Dehnen ist gut Körper und Seele! Du entspannst dich, tust deinem Körper und deiner Beweglichkeit etwas Gutes. Du hast jetzt eine Liste von Übungen im Kopf für deine nächsten Dehn-Sessions!

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