3. Schritt: Unsere Tipps, um den Antrieb deines Velos zu wechseln
Während Strassenpässe meist gleichmässig und mit moderaten Steigungen verlaufen, wartet beim Graveln oft das Gegenteil: kurze, sehr steile Rampen – dazu noch auf losem Untergrund. Um "überall durchzukommen", kann es sinnvoll sein, die Kassette zu wechseln und ein möglichst grosses Ritzel zu wählen. Gravelvelos sind serienmässig meist mit einer Einfachkurbel ausgestattet. Dein Rennvelo hat hingegen sehr wahrscheinlich eine Doppelkurbel. Es kann sinnvoll sein, bei der Doppelkurbel zu bleiben. Das bietet mehr Freiheit auf steilen Passagen, wie sie bei Offroad-Routen vorkommen können.
Wenn du deinen Antrieb wechselst, ist es ideal, für alle Komponenten dieselbe Marke zu wählen. So hast du weniger Probleme bei der Wartung deines Velos und bei der Kompatibilität der Teile.
Der Unterschied zwischen einem Rennvelo-Antrieb und einem Gravel-Antrieb:
Typischerweise ist dein Rennvelo mit einem kleinen Kettenblatt mit 39 bis 42 Zähnen und einem grossen mit 52 oder 53 Zähnen ausgestattet. Hinten kommen meist Standardkassetten von 11–28 bis 11–32 zum Einsatz.
➡️ Beim Gravel hingegen gilt es, zwischen Einfach- und Doppelkurbel abzuwägen, je nach Anspruch an Kletterkomfort und Alltagstauglichkeit. Die Doppelkurbel erleichtert die Anstiege, allerdings darf man das erhöhte Risiko von Kettenabwürfen durch den Kettensprung nicht unterschätzen.
➡️ Grundsätzlich sind folgende Gravel-Konfigurationen verbreitet:
•Einfachkurbel: Kettenblatt mit 40 oder 42 Zähnen in Kombination mit Kassetten 11–42 oder 11–40
• Doppelkurbel: Kettenblätter mit 48 und 31 Zähnen kombiniert mit einer 11–34 Kassette.
Wenn das Rennvelo, das du umbauen möchtest, bereits mit einem Doppel-Kettenblatt mit geringem Abstand ausgestattet ist, kann es sinnvoll sein, diese Konfiguration beizubehalten. In Bezug auf Budget und Montage ist das Hinzufügen von Gängen hinten die einfachste Lösung.